Hormon-Bluttest: Alles im grünen Bereich?

Geschrieben von Redaktion

04.05.2022

Mission Hormon

Hormone sind Signalmoleküle, die verschiedenste Körperfunktionen regulieren. Bei Mangel oder Überschuss gerät der Körper aus seinem Gleichgewicht mit mitunter deutlichen Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität.

In diesem Beitrag erfährt Du, welche wichtigen Hormone es gibt, welche Funktionen sie ausführen und welche Symptome eine Dysbalance zeigen. Auch informiere ich Dich, wie Du mit einem Hormon-Bluttest Deinen Hormonstatus schnell zu Hause überprüfen kannst, um wieder in Deine Balance zu kommen.

Nicht ohne meine Hormone: des Körpers wichtigste Botschafter

Ohne sie läuft nichts. Als wichtige Signalstoffe werden Hormone schon vor unserer Geburt in verschiedenen Geweben produziert und haben unterschiedliche Zieladressen, in denen sie bis zu unserem letzten Atemzug wirksam sind.

Bisher sind mehr als 100 verschiedene Substanzen identifiziert, die den Namen Hormon verdienen. Diese steuern folgende Abläufe in unserem Körper:

✓ Körpertemperatur
✓ Verdauung
✓ Blutdruck
✓ Blutzuckerspiegel
✓ Stoffwechsel, Knochenhaushalt, Wasserhaushalt
✓ Schlaf
✓ Sexualität & Fortpflanzung
✓ Emotionen

Dabei verläuft die Hormonausschüttung nicht zufällig, sondern ist von Faktoren wie Tageslicht, Ernährung, Stress und Signalen aus dem Mikrobiom abhängig.

Hormonarten und ihre Aufgaben

Generell unterscheidet man fett- und wasserlösliche Hormone. Zu den fettlöslichen zählen die

  • Steroidhormone (Östrogen und Testosteron, Cortisol)
  • Schilddrüsenhormone (TSH, T3, T4)
  • und Stickstoffmonoxid.

Wasserlösliche Hormone entstammen der

  • Aminosäuren- (Adrenalin, Serotonin, Melatonin) und der
  • Peptid-/Protein-Familie (Insulin, Wachstumshormone, Oxytocin).

Hormone werden entweder in Zellen (Herz, Gastrointestinaltrakt) oder in hormonbildenden Drüsen produziert. Dabei hat jeder einzelne Botenstoff seine spezielle Mission: Diese richten sich an eine bestimmte Adresse, um die Botschaft an das entsprechende Zielorgan zu überbringen.

Jedes Hormon erfüllt eine bestimmte Mission – mit spezieller Zieladresse und Botschaft

Einen Auszug aus der umfangreichen Hormonfamilie siehst Du in der folgenden Tabelle (Quellen: www.medizin-kompakt.de, www.endokrinologie.net).

Nach dem Binden an spezielle Rezeptoren setzen Hormone eine Signalkette in Gang. Zudem interagieren Hormone über ein komplexes Netzwerk miteinander, weshalb ein Ungleichgewicht an einer Stelle auch andere Systeme beeinflusst.

Gründe für ein Hormonungleichgewicht

Schon kleinste Störungen reichen aus, um Dein fein abgestimmtes hormonales System durcheinanderzubringen. Dies sind die wichtigsten Störfaktoren für Deinen Hormonhaushalt (Quelle: www.gesundheit.com):

  • (Tumor-)Erkrankungen (Schilddrüsenunterfunktion, -überfunktion, Eierstockinsuffizienz)
  • erbliche Faktoren
  • extremer Stress, unsteter Lebenswandel
  • Medikamente
  • Umweltgifte (hormonwirksame Substanzen wie Pestizide, BPA, Triclosan etc.)
  • Fehlernährung (Untergewicht/Übergewicht), Vitaminmangel (Vitamin D)
  • geringe/übermäßige körperliche Aktivität (z. B. Extremsport)
  • Schwangerschaft, hormonelle Verhütungsmittel

Symptome eines hormonellen Ungleichgewichtes

Je nach Hormon und betroffenem Endorgan meldet sich eine Dysbalance immer mit speziellen Symptomen, die eher unspezifisch sind (Quelle: www.endokrinologie.net):

  • Schweißausbrüche, Kältegefühl
  • Gewichtsveränderungen
  • verringerte Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationsstörungen, Nervosität
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schlafprobleme
  • Stimmungsschwankungen
  • Verdauungsstörungen
  • Haarausfall

Mit einem Hormon-Bluttest erfährst Du schnell, wo ein Ungleichgewicht besteht und kannst rechtzeitig intervenieren.

Hormon-Bluttest: Wann Du Deinen Hormonstatus checken solltest

Wenn Du unter oben genannten Symptomen leidest, solltest Du schon mal kontrollieren, ob Deine Hormone im grünen Bereich sind. Ganz easy und schnell geht das mit den Bluttests auf Hormone für zu Hause. 

Ein Bluttest auf Hormone lohnt sich, wenn Du spezielle Symptome hast oder einfach unrund bist. Diesen erledigst Du rasch und bequem von zu Hause aus.

Wann nun welcher Test sinnvoll ist, bestimmt vor allem Dein Beschwerdebild:

✓ Bist Du eine Frau um die 45 plus, kannst nicht schlafen, leidest unter Schweißausbrüchen und Stimmungsschwankungen und nimmst ständig zu? Dann lohnt sich eine Überprüfung der weiblichen Hormone Östrogen, Progesteron und Co, die verschiedene Anbieter mit Speicheltests überprüfen. 

✓ Du denkst an Nachwuchs? Mit dem Fruchtbarkeitstest von verisana testet Du LH, FSH im Trockenblut sowie auch einige Hormone im Speichelbestand.

✓ Du bist ein Mann im besten Alter und fühlst Dich in letzter Zeit schlapp, antriebslos und Dein Haar wird immer lichter? Auch Männer kommen in die Wechseljahre, in die sogenannte Andropause. Mit dem Bluttest MyTestosteron von Lykon weißt Du gleich, wie es um Deine männlichen Hormone steht.

✓ Du bist fahrig, wirst immer dünner und Dir ist ständig heiß? Oder Du bist eher matsch, ständig müde, leidest an Kältegefühl und Verstopfung? Dann bringt vielleicht ein Schilddrüsentest oder Hashimoto-Test von cerascreen® Licht ins Dunkel. 

✓ Wenn Du zu den Workaholics zählst, und ständige Infekte, Müdigkeit und Nervosität Deine Begleiter sind, lohnt sich eine Kontrolle des Cortisolspiegels.

✓ Sportfans interessieren sich vor allem für Hormone, die Regeneration und Fitness regulieren. So testet Du mit dem Sport Performance und dem Biostarks Athletic von Mybiospassport® gleich Deinen Testosteron- und Cortisolstatus zusätzlich zu anderen sportassoziierten Parametern. 

Auch der Fitnessbegleiter von peek & weak untersucht unter anderem Deinen Testosteronwert. Mit dem Selbsttest myHealth & Fitness von Lykon schlägst Du hormonmäßig gleich vier Fliegen mit einer Klappe und erhältst einen Testosteron-, DHEA-, Cortisol– und TSH-Status.

Nicht vergessen: Auch Vitamin D zählt zu den Hormonen. Aufgrund seiner zahlreichen Funktionen und der ebenso unspezifischen Symptome bei einem Mangel bietet sich ein Vitamin-D-Bluttest an.

Fix ist: Je früher Du Deinen jeweiligen Hormonstatus abklärst, desto eher kriegst Du Deine Symptome in den Griff. Die gute Nachricht? Du bist von der Analyse nur einen kleinen Pikser entfernt.

Neben der Spur? Das Ergebnis Deines Bluttests auf Hormone

Wenn das Ergebnis Deines Hormon-Bluttests einen leichten Mangel oder Überschuss anzeigt, gibt es oft Handlungsempfehlungen sowie praktische Ernährungstipps zu Deinem Testergebnis dazu, mit denen Du zu einer Wiederherstellung Deiner Hormonbalance beiträgst. 

Achtung: Sind Deine Messergebnisse im kritischen Bereich, solltest Du unbedingt einen Arzt, am besten einen Endokrinologen (Hormonspezialist) konsultieren. Hormonstörungen gehören nämlich unbedingt in ärztliche Hände – und auch etwaige Therapien.

Viele Hormonstörungen zeigen ähnliche Symptome. Mit einem Bluttest für zu Hause siehst Du gleich, woran Du bist.

Sind Deine Hormone im grünen Bereich, aber Du bist trotzdem unrund, müde und schlapp? Dann könnte ein Vitamin-D-Mangel vorliegen, den Du mit einem Vitamin-D-Bluttest abklärst. Auch nicht fündig? Dann heißt es ab zum Arzt, denn nicht immer verursachen Hormone diese Symptome, sondern auch andere Erkrankungen.

Gut zu wissen: Das Ergebnis Deines Hormontests ist immer nur eine Momentaufnahme. Die Botenstoffe sind nämlich in ständiger Bewegung und können sich innerhalb von wenigen Tagen ändern.

Fazit

Nichts geht ohne – Hormone. Als multifunktionale Botenstoffe regulieren sie einige Abläufe in unserem Körper. Herrscht ein Mangel oder Überschuss merkst Du das schnell an meist unspezifischen Symptomen, die mitunter recht heftig ausfallen können.

Beeinträchtigen Gewichtsveränderungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Schweißausbrüche oder Haarausfall Deinen Alltag, kann eine Hormonstörung ursächlich sein. Mit einem Hormon-Bluttest Deiner Wahl kontrollierst Du Deine Werte ganz easy selbst und bekommst ein Ungleichgewicht so schnell wie möglich in den Griff.

Welche Symptome machen Hormonstörungen?

Störungen im Hormonhaushalt melden sich meist durch unspezifische Symptome. Dazu zählen Gewichtsveränderungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen.

Was kann eine Hormonstörung verursachen?

Die Ursachen für eine Störung des Hormonhaushalts sind vielfältig. So können übermäßiger Stress, falsche Ernährung, Umweltschadstoffe, zu geringer/exzessiver Sport, aber auch eine Schwangerschaft, Verhütungsmittel oder bestimmte Erkrankungen ein Hormonungleichgewicht verursachen.

Welcher Arzt ist auf Hormone spezialisiert?

Der Endokrinologe ist der Spezialist für hormonelle Erkrankungen. Du solltest ihn bereits bei leichten Symptomen einer Hormonstörung ebenso wie bei hormonellen Erkrankungen aufsuchen, damit Du die optimale Therapie erhältst.

Wann soll ich einen Hormon-Bluttest machen?

Ein Hormon-Bluttest ist dann sinnvoll, wenn Du unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Gewichtsveränderungen, Schweißausbrüche etc. hast, die auf keine Ursache zurückzuführen sind. So kriegst Du eine erste Auskunft, ob Dein Hormonspiegel im normalen Bereich liegt.

Das könnte dir auch gefallen…

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.