HIV-Bluttest: mit Gewissheit lieben

Geschrieben von Redaktion

06.29.2019

Wie ist Dein HIV-Status?

Safer Love: HIV ist eine ernst zu nehmende Infektion, die nicht behandelt zu AIDS führen kann. Obwohl die Erkrankung unheilbar ist, ist bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung eine uneingeschränkte Lebensqualität möglich. Während früher ein Arztbesuch zur Abklärung nötig war, checkst Du heute Deinen HIV-Status ganz easy und diskret mit einem HIV-Bluttest für zu Hause.

Erfahre hier, was HIV bzw. AIDS ist, wie die virusbedingte Erkrankung verläuft und durch welche Symptome sie sich bemerkbar macht. Auch wann ein HIV-Bluttest sinnvoll ist und was das Ergebnis für Dich bedeutet, erfährst Du hier.

HIV – wenn Liebe ansteckend ist

Bei HIV und AIDS denken viele an die frühen 80er zurück, als die virale Erkrankung bekannt wurde. Die Pandemie mit mehr als 37 Millionen Infizierten weltweit forderte leider schon zahlreiche Menschenleben.

Bitte nicht verwechseln: HIV (Human Immunodeficiency Virus) ist das Virus, das in den Körper eindringt und unser Immunsystem angreift. Kann es sich unbemerkt vermehren, entsteht die Erkrankung namens AIDS (Acquired Immunodeficiency Syndrome).

Mitten unter uns: Das HI-Virus in Zahlen

Seit Beginn der Pandemie haben sich Millionen von Menschen mit HIV infiziert. Hier habe ich eine Übersicht für Dich, wie uns das Virus betrifft:

Weltweit

  • sind rund 38 Millionen Menschen HIV-positiv
  • werden nur 73 % der Infizierten behandelt
  • starben bisher 36,3 Millionen Menschen an AIDS
  • starben 2020 rund 680.000 Menschen an AIDS

In Deutschland

  • lebten 2020 rund 91.500 Menschen mit HIV
  • nehmen 97 % der HIV-Positiven Medikamente
  • starben bisher 30.000 Personen an AIDS
  • erkranken 900 Personen jährlich an AIDS, weil ihre Infektion unbemerkt bleibt

Insgesamt infizierten sich 2020 in Deutschland rund 2.000 Personen mit HIV (Quelle: www.rki.de). Die folgende Grafik zeigt, dass die Neuerkrankungen in Deutschland insgesamt rückläufig sind.

Doch leider hat auch die Corona-Pandemie den Zugang zu HIV-Tests sowie zu den Medikamenten reduziert (Quelle: www.welt-aids-tag.de). Dank moderner Therapiemöglichkeiten ist HIV bzw. AIDS jedoch längst kein Todesurteil mehr.

Nur eine schnelle Erkennung der HIV-Infektion sichert eine normale Lebensqualität bzw. Lebensdauer.

Fakt ist: Erkennt man eine HIV-Infektion früh genug und behandelt sie gleich, ist ein nahezu „normales“ Leben mit dem Virus möglich. Du bist dann auch nicht ansteckend und kannst auch problemlos eine Familie gründen. Mit schnellen HIV-Bluttests für zu Hause wie dem INSTI® HIV Selbsttest hast Du schon nach einer Minute Gewissheit.

So erfolgt die Übertragung von HIV

Generell ist das HI-Virus relativ schwer zu übertragen. Küssen, Händeschütteln sowie ein gemeinsamer Alltag bergen keine Ansteckungsgefahr. Eine ausreichende Virenlast gelangt vor allem bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr sowie Drogenkonsum in den Körper. Hier eine Übersicht:

*Blutkonserven sind in Deutschland übrigens sehr sicher

Schützen nützt: Leider gibt es bisher keine HIV-Impfung. Schutz vor Ansteckung bieten Kondome und regelmäßige Bluttests für zu Hause vor dem Sexualkontakt. Für Risikogruppen ist auch eine Präexpositionprophylaxe (PrEP; prophylaktische Medikamente) verfügbar.

Achtung, Sofortmaßnahme: Hattest Du den Risikokontakt erst kürzlich, solltest Du sofort ein Krankenhaus aufsuchen, um eine sogenannten Postexpositionsprophylaxe (PEP) zu erhalten. Diese 4-wöchige Medikamententherapie verhindert eine HIV-Infektion (Quelle: www.awmf.org).

Verlauf & Symptome einer HIV-Infektion

Eine durch das HI-Virus verursachte Erkrankung läuft in vier Phasen (5–15 Jahre) ab, die sich symptomatisch voneinander unterscheiden (Quelle: www.infektiologikum.de):

1. Akute HIV-Infektion: Gleich anfangs beginnt das Virenwachstum. Ca. 3 Wochen nach Infektion kann sich die Erkrankung durch grippeähnliche Anzeichen bemerkbar machen:

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Muskel- und Gelenksschmerzen
  • Fieber
  • Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
  • Nächtliche Schweißausbrüche
  • Pusteln, Bläschen auf der Haut
  • Geschwollene Lymphknoten (Achsel- und Halsbereich)

Diese Symptome nehmen meist nach 2–6 Wochen wieder ab – oder treten gar nicht erst auf. Daher bleibt die Infektion oft unerkannt. Bitte beachten: In dieser Phase wurden noch nicht ausreichend Antikörper für die sichere Durchführung eines HIV-Bluttests gebildet. Und: In dieser Phase ist man aber trotzdem besonders ansteckend!

2. Latente/symptomfreie Phase

In der Latenzphase versucht das körpereigene Immunsystem, das HI-Virus unter Kontrolle zu bekommen. Diese ca. 5 bis 10 Jahre können völlig symptomfrei ablaufen. Da im Blutbild aber schon Veränderungen bemerkbar sind, kann in dieser Zeit ein HIV-Bluttest für zu Hause Klarheit bringen.

3. Nach-Latenz-Phase mit allgemeinen Symptomen

Nach jahrelanger Symptomfreiheit zeigt das Virus nun weitere unspezifische Symptome:

  • leichter Gewichtsverlust
  • erhöhter Infektanfälligkeit
  • Durchfall
  • Nachtschweiß
  • Fieber
  • Hautveränderungen
  • Pilzerkrankungen

Bei solchen Symptomen ist ein Bluttest auf HIV dringend zu empfehlen.

4. Schwerer Immundefekt: (Vollbild-)AIDS

Da sich das HI-Virus sehr unauffällig verhält, erfahren viele erst sehr spät von ihrer Infektion. Zeigt sich die Erkrankung AIDS, ist das Immunsystem schon so geschwächt, dass es andere Krankheitserreger nicht mehr abwehren kann. Unter anderem treten diese Erkrankungen auf:

  • Schwere Herpes-Virus-Infektionen
  • Lungenentzündungen
  • Tuberkulose
  • Krebserkrankungen wie Kaposi-Sarkom oder B-Zell-Lymphom
  • Schwere Pilz-,Viren- (Zytomegalie) oder Parasitenerkrankungen (Toxoplasmose)

Diese Erkrankungen können zwar behandelt werden, aber man sieht, dass das Immunsystem nicht einwandfrei funktioniert. Durch eine rechtzeitig begonnene HIV-Therapie kann man diese verhindern.

Bei der Behandlung der durch AIDS bedingten Erkrankungen wird sichtbar, dass das Immunsystem nicht (mehr) einwandfrei funktioniert.

Wichtig zu wissen. Durch moderne Therapiemöglichkeiten ist die Prognose mit AIDS sehr gut. Ein rechtzeitiges Erkennen der HIV-Infektion ist der wichtigste Faktor, um den Virus einzudämmen und den Ausbruch von AIDS zu verhindern.

HIV-Bluttest: Warum Du Deinen HIV-Status wissen sollest

Wir leben in einer turbulenten Zeit. In Zeiten von Tinder & Co lernt man schneller als sonst die eine oder andere Liebe seines Lebens kennen. Und auch wenn es weniger feucht-fröhlich zugeht, niemand weiß schließlich über das Vorleben seines Liebespartners so richtig Bescheid.

Für wen ein HIV-Bluttest geeignet ist

Ein Bluttest auf HIV ist vor allem dann sinnvoll, wenn Du ungeschützten Sexualverkehr hattest und ein Risiko vermutest. Geeignet ist er aber für jeden, der seinen HIV-Status checken möchte. Der Vorteil liegt auf der Hand: Weder Arztbesuch noch Rezept sind dafür nötig und Du hast absolute Diskretion.

Schwitzfaktor negativ: Anstatt tagelang auf das Laborergebnis und den Arzttermin zu warten, liefern Dir die HIV-Bluttests für zu Hause wie der autotest VIH®, der Exacto® HIV-Selbsttest oder der By Me™ HIV-Selbsttest das Ergebnis innerhalb von 15 Minuten, der INSTI® HIV Selbsttest sogar schon nach einer Minute. Das spart kostbare Nervenzeit!

Wie funktioniert der HIV-Bluttest?

Die HIV-Bluttests reagieren auf die Antikörper, die als Antwort auf eine HIV-Infektion gebildet werden. Obwohl auch schon zwischen der 3. und 6. Woche nach Ansteckung Antikörper nachweisbar sind, ist bei einem HIV-Selbsttest ein sicherer Nachweis erst nach 3 Monaten möglich.

Welche HIV-Bluttests für den Heimgebrauch gibt es?

Seit Oktober 2018 kannst Du Deinen HIV-Status ganz einfach und diskret mit HIV-Bluttests für zu Hause abklären (Quelle: www.aerzteblatt.de). Durch den Fall dieser wichtigen Hemmschwelle erhofft man sich einen Zugang zu einer früheren Diagnose.

Schließlich leben noch immer rund 10.000 Menschen in Deutschland, die nix von ihrer Infektion wissen und daher keine Therapie erhalten (Quelle: www.welt-aids-tag.de). Du möchtest Gewissheit haben? Diese Hersteller bieten HIV-Bluttests für zu Hause an:

Legende: zzgl. = zuzüglich

Bloody fact: Die HIV-Selbsttests weisen in einem Tropfen Blut HIV-Antikörper nach. Da die Antikörperkonzentration in Speichel oder Urin geringer ist als in Blut, sind Bluttests am zuverlässigsten.

Das sagen die Resultate des HIV-Bluttests

Ticktack: Nichts ist so schweißtreibend wie die Wartezeit auf das HIV-Testergebnis. Auch dann, wenn Du einen soliden Lebenswandel führst. Doch was bedeutet nun das Ergebnis?

HIV-Bluttest negativ

Ist Dein Test negativ, trägst Du ziemlich wahrscheinlich keinen HI-Virus in Dir. Warum nur ziemlich wahrscheinlich? Ist der Zeitraum zwischen Risikokontakt und Testdurchführung zu gering (< 3 Monate), liegen die HIV-Antikörper eventuell noch unter der Nachweisgrenze und der Test ist falsch-negativ.

Diesen Zeitraum nennt man auch „diagnostische Lücke“. Bei Unsicherheiten bitte einen Arzt aufsuchen. Hast Du ein längeres Zeitintervall (> 3 Monate) berücksichtigt und den Test richtig durchgeführt, bist Du ziemlich sicher negativ und keine Laborbestätigung ist nötig.

Doppelt gemoppelt? Bitte beachten, dass Dein negatives Testergebnis nicht bedeutet, dass auch Dein Partner HIV-negativ ist. Daher bieten manche Anbieter auch gleich Partner-Kits wie den Exacto® HIV-Selbsttest für den gemeinsamen HIV-Check für daheim an.

HIV-Bluttest positiv

Ist Dein Bluttest auf HIV positiv, bitte nicht gleich die Nerven schmeißen. Suche einen Arzt auf, um einen Bestätigungstest durchzuführen. Ein positives Ergebnis bedeutet nämlich nicht zwingend eine HIV-Infektion!

Aufgrund nicht selten falsch-positiver Testresultate bei den Selbsttests bringt nur ein Labortest endgültige Sicherheit (Quelle: www.mpib-berlin.mpg.de). Trotzdem solltest Du bis zur Absicherung vorsichtig sein. Und bitte nicht warten, – denn je früher Du es weißt, umso eher wird die Erkrankung Dein Leben nicht beeinflussen.

Testergebnis unschlüssig? Selten, aber doch kann die Kontrolllinie fehlen oder auch gar keine Linie erscheinen. Dann muss der Test wiederholt werden.

Wie zuverlässig ist das Ergebnis des HIV-Bluttests?

Wie bereits gesagt, eine 100%ige Sicherheit gibt es nie, auch nicht beim HIV-Bluttest. So kommt es durch folgende Gründe auch zu falsch-positiven oder falsch-negativen Resultaten:

  • Testdurchführung in der diagnostischen Lücke (< 3 Monate nach Verdachtsfall)
  • fortgeschrittene Immunschwäche
  • Infektion mit seltener HIV-Variante
  • Testdurchführung während antiretroviraler HIV-Behandlung

Fazit

Trotz rückläufiger Zahlen ist das Thema HIV nach wie vor aktuell. In Zeiten freier Liebe kommt man schon mal in eine ungeschützte Situation. Während früher ein Arztbesuch zum Abklären einer etwaigen HIV-Infektion nötig war , erledigst Du heute Deinen HIV-Bluttest diskret und komfortabel daheim.

Nur eine frühe HIV-Diagnose führt zu rechtzeitiger Vireneindämmung, verhindert den Ausbruch von AIDS und stellt eine ungetrübte Lebensqualität sicher. Kennst Du schon Deinen Status?

FAQ

Wie erkenne ich, ob ich HIV habe?

Eine HIV-Infektion verläuft leider recht unspezifisch und wird daher oft erst spät erkannt. Hinweise können Nachtschweiß, anhaltende Lymphknotenschwellungen oder Fieber ohne andere Ursache sein.

Wie viel kostet ein HIV-Bluttest?

HIV-Tests für den Eigengebrauch kosten um die 30 Euro. Oft müssen auch noch Versandkosten hinzugerechnet werden.

Warum soll ich einen HIV-Bluttest durchführen?

Eine HIV-Infektion kann jahrelang symptomlos verlaufen. Nur eine frühe Behandlung sichert ein uneingeschränktes Leben und eine Weiterverbreitung. Ein Bluttest bringt rasch Klarheit.

Was bedeutet ein positives HIV-Bluttest?

Ein positives Testergebnis sollte immer durch einen ärztlich angeordneten Labortest überprüft werden. Nicht hinter jedem positiven Ergebnis steckt nämlich wirklich eine HIV-Infektion.

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