Bluttest Schwangerschaft: mehr Sicherheit von Anfang an

Schwangerschaft tests

Geschrieben von Redaktion

12.09.2021

Hey, Baby! Eine Schwangerschaft verlangt dem weiblichen Körper extrem viel ab, weshalb ein guter Gesundheits- und Ernährungszustand wesentlich ist. Mit diversen Bluttests in der Schwangerschaft entdeckst Du früh etwaige Mängel an Makro- und Mikronährstoffen und kannst ihnen sofort entgegenwirken.

In den nachfolgenden Zeilen informiere ich Dich, warum Bluttests in der Schwangerschaft sinnvoll sind, auf welche Werte Du besonders achten solltest und was das Ergebnis Deines Bluttests bedeutet.

 

Warum Bluttests in der Schwangerschaft Sinn machen

In den durchschnittlich 40 Wochen, in denen Dein Nachwuchs prächtig gedeiht, sollten alle nötigen Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fette und Proteine) sowie Mikronährstoffe (Mineralstoffe, Vitamine) ausreichend verfügbar sein. Dein heranwachsendes Baby nimmt alle Nährstoffe, die es kriegen kann, und greift dabei auch ungeniert auf Deine Reserven zurück.

Ab dem 4. Monat brauchst Du rund 300 Kilokalorien täglich mehr, von den Mikronährstoffen oft sogar doppelt so viel (Quelle: www.ernaehrung.de). Eine ausgewogene Ernährung deckt diesen erhöhten Bedarf oft leider nicht. Und Mängel sollten schnell ausgeglichen werden, um Entwicklungsstörungen, Wachstumsverzögerungen oder gar Früh- und Fehlgeburten zu verhindern (Quelle: www.bvf.de). 

Auch werdende Mamas mit Untergewicht oder chronischen Erkrankungen laufen Gefahr, dass ihr Nachwuchs jetzt nicht alles bekommt, was er braucht. Anstatt nun in der nächsten Burgerbude Supersize-Menüs runterzustopfen, setze hier besser auf Qualität statt Quantität. Denn auch wer mengenmäßig ausreichend isst, kann unter gewissen Mangelzuständen leiden.

 

Legende: AS = Aminosäuren, AA = Arachidonsäure, DHA = Docosahexaensäure, DPA = Docosapentaensäure, EPA = Eicosapentaensäure, LA = Linolsäure,
GLA = γ-Linolensäure, w. o. = wie oben, zzgl. = zuzüglich.

 

Diese Werte solltest Du in der Schwangerschaft im Auge behalten

Neben einer ausreichenden Kalorien- bzw. Nährstoffzufuhr sind während der Schwangerschaft manche Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe besonders wichtig. Dazu zählen beispielsweise folgende:

  • Folsäure
  • Eisen
  • Iod
  • Kalzium
  • Vitamin D
  • Vitamin C
  • Magnesium
  • Zink
  • B-Vitamine
  • Aminosäuren
  • Omega-3-Fettsäuren

Zusatzbedarf ausgewählter Mineralstoffe / Vitamine in der Schwangerschaft*

*Quelle: www.dge.de
**Mittelwert von B1, B2, B3, B6

 

Hier eine Übersicht, was diese wertvollen Substanzen bei Schwangeren bewirken:

Folsäure: Um den gefürchteten Neuralrohrdefekt zu vermeiden, solltest Du dieses B-Vitamin bereits bei der Babyplanung (4 Wochen vor Befruchtung) supplementieren; und dann bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels. Die für Zellteilung und Wachstum nötige Menge ist über die normale Ernährung oft nicht erreichbar.

Eisen: Damit Du Dein Baby ausreichend mit Sauerstoff versorgst, darf Eisen als wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen nicht fehlen. Da der Eisenbedarf in der Schwangerschaft deutlich ansteigt, wird der Eisenwert routinemäßig kontrolliert. Vor allem Veganer und Vegetariern leiden oft an Eisenmangel.

Jod: Viele von uns sind trotz guter Ernährung jodmäßig unterversorgt. Auch wenn der Jodbedarf bei Schwangeren nicht übermäßig steigt (nur rund 15 Prozent mehr durch die gesteigerte Schilddrüsenfunktion), ist eine Kontrolle des Blutspiegels sinnvoll, um körperliche Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Kalzium: Da dem Baby Knochen und Zähne wachsen und Du Deine behalten magst, sollte speziell bei einseitiger Ernährung der Kalziumspiegel gecheckt werden. Vitamin D ist dabei einer seiner wichtigsten Teamplayer. Achtung, auch zu viel Pflanzliches (Ballaststoffe, Oxalat, Phytat) reduziert die Kalziumaufnahme ins Blut, was einen unerwünschten Blutdruckanstieg forciert.

Vitamin D: Dieses Hormon stellt die Kalziumresorption und damit eine gute Knochen- und Zahnentwicklung sicher. Leider bekommst Du durch Nahrung oder Sonnenbaden nur selten genug, weshalb ein Vitamin-D-Mangelzustand häufig ist. Diese erhöhen bei Schwangeren das Risiko für Diabetes, Präeklampsie und damit für Fehlgeburten. Und bei werdenden Müttern ist der Bedarf schließlich doppelt so hoch.

Vitamin C: Während Deiner Babyvorfreude plagen Dich mitunter zahlreiche Infekte, weil das Immunsystem manchmal außer Kontrolle ist. Mit einer täglichen Extraportion Vitamin C durch frisches Obst und Gemüse pufferst Du deinen Vitamin-C-Level, stärkst Dein Immunsystem und garantierst einen reibungslosen Aufbau von Knochen, Zähnen und Bindegewebe.

Magnesium: Plagen Dich nächtliche Wadenkrämpfe, eine Verstopfung oder ist Dein Blutdruck höher als sonst, lohnt sich ein Magnesium-Check, um einen etwaigen Mangel entgegenzuwirken. Ein Magnesiummangel kann frühzeitige Wehen oder eine Frühgeburt auslösen. Zudem benötigt es Dein Knochenstoffwechsel.

Zink: Zu wenig von diesem Mikronährstoff kann negative Folgen für die Hirn- und Nervensystementwicklung Deines Kindes haben. Auch an der Bildung von Wachstumshormonen ist es maßgeblich beteiligt. Frühgeburten und ein niedriges Geburtsgewicht sind ebenso oft auf Zinkmangel zurückzuführen.

B-Vitamine: Etwa 50 % bis 100 % mehr als üblich brauchen Schwangere von dieser Vitaminfamilie. Viele sind wichtige Enzymvorstufen und wesentlich für die Hormon- und Blutbildung, die gesunde Nervenfunktion und den Kohlenhydrat-, Protein- sowie Fettstoffwechsel. Ein Bluttest in der Schwangerschaft bringt Klarheit, ob genug Vitamin B1, B2, B3, B6 und B12 für Dein Baby vorhanden ist.

Omega-3-Fettsäuren: Auch bei Fetten solltest Du wählerisch sein und Fisch- sowie Pflanzenfette bevorzugen. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind wesentlich für die frühkindliche Gehirnentwicklung sowie das Sehvermögen, vermindern Frühgeburten und beeinflussen das Geburtsgewicht positiv (Quelle: www. cochrane.org). Dein Baby erhält sie über die Plazenta und später über die Muttermilch.

Aminosäuren: Auf eines kannst Du als Schwangere gar nicht verzichten, nämlich auf Proteine (Eiweiße). Zudem ist Dein Bedarf auch höher als sonst, um Babys Wachstum optimal zu gewährleisten. Die Aminosäuren (kleinste Proteinbestandteile) sind als richtige Tausendsassa an vielen Prozessen beteiligt:

  • Bildung von Strukturproteinen
  • Stimulierung von Wachstumshormonen
  • Verhinderung von Muskelabbau
  • Stärkung des Immunsystems
  • Aufbau von Enzymen, Nervenzellen und Botenstoffen

 

Im Blutbild siehst Du, wenn bestimmte Nährstoffe fehlen. Mit den Bluttests der Selbsttestanbieter wie Verisana, NanoReproAG, First+Sign GmbH oder peek & weak und vielen mehr kontrollierst Du Deine Werte bequem von zu Hause aus. Egal, ob Omega-3-Fettsäuren-Test von For You, cerascreen® Mineralstofftest oder Vitamin-D-Bluttest von Biogena – ein Check lohnt sich!

 

Das sagt das Ergebnis Deines Bluttests in der Schwangerschaft

Du hast das Ergebnis Deines Bluttests erhalten und liegst im grünen Bereich? Gratuliere, Du bist ernährungs- und lebensstiltechnisch am richtigen Weg und versorgst Dein Ungeborenes ideal.

Der eine oder andere Test zeigt Dir einen Mangel an? Jetzt bitte bloß nicht Drogeriemärkte plündern und in Eigenregie ergänzen. Auch wenn vieles rezeptfrei erhältlich ist, solltest Du eine Nahrungsergänzung immer mit Deinem Frauenarzt oder Deiner Hebamme absprechen. Nur sie empfehlen Dir Produkte mit bester Bioverfügbarkeit für die optimale Versorgung Deines Babys.

Vorsicht: Auch bei der Dosierung gilt Zurückhaltung, denn eine Überversorgung mit gewissen Substanzen wie Vitamin D kann durchaus auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen (Quelle: www.thieme.de).

 

Fazit

Während Deiner Schwangerschaft sind neben einer leicht erhöhten Energiezufuhr manche Makro- und Mikronährstoffe besonders wichtig, um Dich und Dein Baby optimal zu versorgen. Viele Unternehmen bieten Dir Bluttests für Makro- und Mikronährstoffe, mit denen Du Deinen Status ganz bequem von zu Hause aus überprüfen und einem Mangel rechtzeitig vorbeugen kannst.

FAQ

Wie viel Nährstoffe brauche ich in der Schwangerschaft?

Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat brauchst Du täglich rund 300 kcal mehr, damit Baby und Plazenta gut wachsen können. Von den Mikronährstoffen brauchst Du mitunter auch doppelt so viel wie eine Nichtschwangere.

Warum sollte ich in der Schwangerschaft einen Bluttest machen?

Bei Untergewicht, chronischen Erkrankungen und selbst bei ausgewogener Ernährung können in der Schwangerschaft Mängel entstehen, die zu Wachstumsverzögerungen führen. Mit einem Bluttest behältst Du die wichtigsten Werte immer im Blick.

Welche Werte sind in der Schwangerschaft besonders wichtig?

Neben einem erhöhten Energiebedarf ist eine ausreichende Zufuhr von Folsäure, Eisen, Jod, Zink, Vitamin D, Vitamin C, Kalzium, Magnesium, Omega-3-Fettsäuren, B-Vitaminen und Aminosäuren in der Schwangerschaft wichtig.

Was tun, wenn mein Bluttest Mangelerscheinungen zeigt?

Bitte nicht einfach Nahrungsergänzungsmittel schlucken, sondern Deine Testergebnisse unbedingt mit Deinem Arzt oder Deiner Hebamme besprechen. Nur die richtigen Präparate in der richtigen Dosierung garantieren die beste Versorgung für Dich und Dein Baby.

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