Bluttest Allergie: Wenn’s juckt und rinnt

Allergietest

Geschrieben von Redaktion

12.16.2021

Rasche Allergieabklärung mit Selbsttests

Gesundheit! Gerade dann, wenn Du ständig niest, Deine Nase rinnt oder Dich ein lästiger Juckreiz plagt, bringt ein Bluttest auf Allergien Klarheit.  Mit den bequemen Selbsttests auf allergieauslösende Substanzen identifizierst Du rasch etwaige Allergien. Nur so kannst Du rechtzeitig eine Therapie beginnen, um Deine Lebensqualität zurückzugewinnen und ein Fortschreiten der Erkrankung zu vermeiden.

Hier erfährst Du, was eine Allergie ist und wann ein Bluttest auf Allergien sinnvoll ist. Zudem zeige ich Dir, welche allergieauslösenden Stoffe Du bequem zu Hause testest und wie Du mit den Resultaten Deines Allergiechecks umgehst.

Was ist eine Allergie?

Draußen sprießen die Knospen und Du bekommst vor lauter Tränen und Niesen die Augen nicht auf? Du bist zum ersten Mal bei Freunden auf Besuch und blickst Herrchen und Hund mit rot verschwollenen Augen an? Dann liegt es nahe, dass Dein Immunsystem auf gewisse Substanzen überreagiert und falschen Alarm auslöst.

Eine Allergie ist nämlich nichts anderes als eine Fehlfunktion des Immunsystems, in der es harmlose Substanzen als ernsthafte Bedrohung einreiht. Die Stoffe, auf die Dein Körper reagiert, sind meist Proteine (Eiweiße) in Blütenpollen, Tierspeichel, Lebensmitteln oder auch im Kot der Hausstaubmilbe. Als Reaktion auf diese Allergene sorgt Dein Körper für eine Histaminausschüttung zur Abwehr des vermeintlichen Feindes.

Allergien treten ziemlich häufig auf: So erkranken knapp 30 % Prozent der Deutschen an mindestens einer Allergie im Laufe ihres Lebens; und die Tendenz ist steigend (Quelle: www.rki.de). Die meisten leiden am sogenannten Heuschnupfen (14,8 %), gefolgt von Asthma bronchiale, Kontaktekzemen und Nahrungsmittelallergien (s. Abbildung). 

Häufigkeit von Allergien in Deutschland*

Haeufigkeit von Allergien in Deutschland

*Quelle: www.rki.de

Was passiert bei einer allergischen Reaktion?

Bei einem Kontakt mit einem allergieauslösenden Stoff (Allergen) produzieren Deine Immunzellen vermehrt spezifische Antikörper (Immunglobuline E; IgE). Diese binden an den Oberflächen der Mastzellen.

Kommt es zum erneuten Allergenkontakt, schlägt die Mastzelle Alarm und setzt den Botenstoff Histamin frei, um den Feind abzuwehren. Histamin startet Entzündungsreaktionen, die sich unter anderem durch Niesen, eine rinnende Nase oder lästiges Jucken zeigen.

Mit der Zeit kann ein „Etagenwechsel“ erfolgen, bei dem sich Symptome vom Kopfbereich (Niesen, Augentränen) in die Lunge verlagern und ein allergisches Asthma auslösen. Zudem forciert eine Allergie auch gerne weitere sowie sogenannte Kreuzallergien auf gewisse Lebensmittel (Quelle: www.daab.de).

Wichtig: Auch wenn es harmlos klingt, eine Allergie ist alles andere als banal. Unbehandelt kann sie eine fortschreitende, schwerwiegende chronische Erkrankung sein, die auch tödlich sein kann.

Wann ist ein Bluttest auf Allergien sinnvoll?

Wichtig ist es, das Allergen so schnell wie möglich zu identifizieren. Nur so kannst Du die passenden Maßnahmen ergreifen. Bei diesen Symptomen solltest Du mit einem Bluttest Allergien abklären:

  • Häufig verstopfte Nase, häufiges Niesen, Niesattacken
  • Juckende, brennende, gerötete und/oder tränende Augen
  • Juckende Haut, Hautausschläge (Quaddeln)
  • Geschwollene Schleimhäute
  • Husten, Atemnot, Asthmaanfälle
  • Müdigkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Halsbrennen

Tipp für Dich: Auch wenn Du Dir ein Felltier zulegen möchtest, ist eine vorzeitige Allergieabklärung sinnvoll. Denn sind Hund, Katze und Co erstmal bei Dir, gibst Du sie nur schweren Herzens wieder her.

Legende: LM = Lebensmittel, tTG-IgA = Gewebetransglutaminase-IgA, IgE = Immungloblulin E, IgG = Immunglobulin G, DAO = Diaminoxidase, zzgl. = zuzüglich.

 

Bluttests auf Allergien: Diese Substanzen kannst Du selbst zu Hause testen

Reagiert Dein Körper auf bestimmte Substanzen, bildet er spezifische IgE-Antikörper, die mit verschiedenen Testverfahren feststellbar sind. Mit den Selbsttests von cerascreen®, Lykon etc. klärst Du Allergene aus diversen Bereichen ab:

  • Lebensmittel
  • Hausstaubmilben
  • Pollen
  • Tierhaare
  • Latex

 

Lebensmittel

Plagen Dich Müdigkeit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme oder fühlst Du Dich nach dem Essen schwer und matt? Dann kann das auf eine Lebensmittelallergie hinweisen. Auch Halsjucken, -schmerzen sowie Brennen im Mundraum sind typische Symptome. Lebensmittelallergietests von Anbietern wie cerascreen®, Lykon oder Verisana liefern Dir erste Hinweise auf eine mögliche Nahrungsmittelallergie, indem sie spezifische IgE-Antikörper vieler Lebensmittel bestimmen. Auch Einzeltests auf Nüsse (Erdnuss und Haselnuss), Milch & Ei  oder Getreide (Weizen und Roggen) sind verfügbar.

Immer mehr Menschen leiden unter einer Glutenunverträglichkeit. Diese Mischform aus Allergie und Autoimmunerkrankung detektierst Du beispielsweise mit dem Zöliakie-Selbsttest der NanoRepro AG oder mit dem Glutenintoleranztest von peek & tweak.

 

Tierhaare und Co

Möchtest Du Dir einen Hund oder ein süßes Kätzchen anschaffen, ist ein Allergiecheck schon vor der Beschaffung sinnvoll. Denn bei vielen Felltieren sorgen Speichelreste auf den Haaren dafür, dass Dir – bei entscheidender Veranlagung – schlichtweg die Luft wegbleibt.

Mit Selbsttests auf Katzen- oder Hundehaare oder einem Katzen-Hunde-Kombitest bist Du einen Schritt voraus. Größere Kombi-Pakete untersuchen außerdem auch Allergien auf unerwünschte Hausbewohner wie Hausstaubmilben oder Küchenschaben.

Pollen

Leidest Du jedes Jahr zur gleichen Saison an Niesattacken, geschwollenen und tränenden Augen, kannst Du eine Pollenallergie beispielsweise mit einem Pollentest von Verisana abklären.

Denn gerade dann, wenn Du sportlich oder ein Outdoortyp bist, hilft eine rechtzeitige Therapie, um Deine Lebensqualität zurückzugewinnen und Asthma zu vermeiden.

 

Latex

Egal, ob Schutzhandschuhe, Spielzeug oder Taucherbrille, Latex ist immer und überall. Mittlerweile sind 15 Latexallergene identifiziert, die etwa 2 % der Deutschen plagen (Quelle: www.daab.de). Bei einer allergischen Reaktion auf Latex kommt es zu Hautrötungen, Quaddelbildung, Augenreizungen und Atemproblemen, die im Worst Case sogar zum allergischen Schock führen können (Quelle: www.allergieinformationsdienst.de).

Tipp: Mit Kombipaketen wie dem großen Allergietest von cerascreen® schlägst Du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe; dieser testet neben zahlreichen Nahrungsmitteln auch Tierhaare, Pollen und Latex.

 

Positiver/negativer Bluttest auf Allergie – was nun?

 

Ist Dein Bluttest negativ, reagiert Dein Immunsystem nicht auf die getestete(n) Substanz(en) und Deine Beschwerden haben andere Ursachen. Ist Dein Ergebnis positiv, wurden IgE-Antikörper für das gesuchte Allergen in Deinem Blut gefunden und Du bist darauf sensibilisiert.

Diese Sensibilisierung ist allerdings nur dann eine Allergie, wenn auch typische allergische Symptome („klinisches Bild“) auftreten. Daher ist es wichtig, dass Du Dein positives Testergebnis mit Deinem Arzt besprichst. Nur Ärzte stellen eine endgültige Diagnose und gestalten die bestmögliche Therapie für Deine Allergie.

Bis zur Abklärung hältst Du Dich an die oft mitgelieferten Empfehlungen Deines Testanbieters, und vermeidest den Kontakt mit der allergieauslösenden Substanz so gut es geht.

 

Fazit

Fast ein Drittel aller Deutschen leidet im Laufe des Lebens an mindestens einer Allergie; und dadurch an eingeschränkter Lebensqualität. Mit Bluttests auf Allergien bieten Dir diverse Hersteller eine bequeme und rasche Allergieabklärung von zu Hause aus an. Mit einem kleinen Pikser checkst Du etwaige Sensibilisierungen selbst und kannst Deine Therapie so schnell wie möglich beginnen.

FAQ

Wann lohnt sich ein Bluttest auf Allergien?

Bist Du allergisch, kann das Deine Lebensqualität immens beeinträchtigen. Bei Tierhaaren und Pollen riskierst Du ohne Therapie sogar ein allergisches Asthma. Daher ist eine frühe Abklärung für eine rechtzeitige Behandlung wichtig.

Welche Blutwerte deuten auf eine Allergie hin?

Liegt eine Allergie vor, ist der Gesamtwert der Immunglobuline E erhöht. Zudem finden sich spezifische IgE-Antikörper gegen bestimmte Substanzen wie Gräser, Tierhaare etc. in Deinem Blut.

Welche Allergien kann ich selbst mit einem Bluttest bestimmen?

Mit den Bluttests für zu Hause testest Du die Verträglichkeit verschiedenster Substanzen. Darunter fallen Lebensmittel (z. B. Sellerie, Karotte, Nüsse), verschiedene Pollen (z. B. Gräser, Frühblüher), Tierhaare (Pferd, Katze, Hund etc.), Hausstaubmilben oder auch Latex.

Welche Symptome habe ich bei einer Allergie?

Die häufigsten Allergiesymptome sind Husten, Atembeschwerden (bis hin zu Asthma), Schnupfen, Niesen, rinnende, juckende und tränende Augen, Hautausschläge und lokale Schwellungen. Diese treten meist kurz nach dem Allergenkontakt auf.

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